Chrupalla und Weidel führen die AfD [Jun 2022] Chrupalla und Weidel führen die AfD

Chrupalla und Weidel führen die AfD [Jun 2022] Chrupalla und Weidel führen die AfD


Chrupalla und Weidel führen die AfD [Jun 2022] Chrupalla und Weidel führen die AfD


Chrupalla und Weidel führen die AfD  [Jun 2022]


Tino Chrupalla bleibt Parteichef der AfD. Beim Bundesparteitag in Riesa bekam er gut 53 Prozent der abgegebenen Stimmen. Zweite Vorsitzende wird Alice Weidel - sie erhielt gut 67 Prozent der Stimmen. 

Chrupalla und Weidel führen die AfD [Jun 2022] Chrupalla und Weidel führen die AfD



Chrupalla ist bisheriger Co-Chef und führt die Partei seit Januar allein, weil der damalige Vorsitzende Jörg Meuthen hingeschmissen hatte. Sein Ergebnis von nur 53 Prozent dürfte ihn nicht zufrieden stellen. Sein Konkurrent Kleinwächter sprach von einem "Denkzettel". Weidel ist Co-Vorsitzende der AfD im Bundestag - sie übernimmt den Chefinnen-Posten zum ersten Mal.

Weidel ist Akademikerin, Chrupalla Handwerksmeister; sie kommt aus dem Westen, er aus dem Osten - beide pochten in ihren Bewerbungsreden auf die Einheit der Partei, die in Flügel-Kämpfen zerstritten ist. 

Chrupalla hatte "Parallelstrukturen" kritisiert, die innerparteiliche Gegner gegen ihn aufgebaut hätten. 

AfD irgendwann wieder mit Einzelspitze?

 

Zuvor war unklar, ob es eine Einzel- oder Doppelspitze geben würde. Denn am Freitag hatte die AfD auf Initiative der Rechtsaußen in der Partei hin ihre Satzung geändert - eine Einzelspitze ist nun theoretisch möglich. Die Anzahl der Bundessprecher beträgt nun eine oder zwei Personen. Am Samstag sprach sich aber eine Mehrheit gegen die Einzelführung aus.

 

Höcke will wohl in zwei Jahren die Spitze ersetzen


Für die selbsternannten Bürgerlichen in der AfD dürften unter einer neuen Parteispitze harte Zeiten anbrechen. Ein weiterer Rechtsruck der Partei gilt als wahrscheinlich. Denn erstmals gibt sie an ihrer Spitze das sorgsam austarierte Gleichgewicht innerhalb der Doppelspitze auf, das beide Strömungen im Führungsduo repräsentiert sein sollen. Zudem deuten die ersten Wahlen weiterer Parteiposten darauf hin, dass das weit rechte Lager Gremien wie das Bundesschiedsgericht der Partei künftig dominieren kann, das bei Ausschlussverfahren etwa gegen Extremisten eine wichtige Rolle spielt.


Im Hintergrund läuft sich derweil Rechtsaußen Björn Höcke warm, um wohl in zwei Jahren einen eigenen Vorstoß auf die Parteispitze zu starten. 

Der thüringische Landeschef, dessen Verband der thüringische Verfassungsschutz als "erwiesen rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt" einstuft, startete auf dem Parteitag eine Initiative, die Doppel- mit der nächsten Vorstandswahl in zwei Jahren gegen eine Einzelspitze tauschen zu können.

Einem entsprechenden Antrag stimmten die Delegierten zu 70 Prozent zu. 

 

AfD-Parteitag in Riesa: Erika Steinbach scheitert bei Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden

 

Die ehemalige CDU-Politikerin Erika Steinbach bewirbt sich für den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden. So wolle „nicht länger zusehen, wie unser schönes Land“ in den „Abgrund“ treibe. Sie könne es nicht mehr ertragen, wie mit der AfD umgegangen werde. AfD-Politiker seien patriotisch, aber „keine Nationalisten“, so Steinbach. Die AfD sei wichtig für „Deutschlands Zukunft und seine Menschen“, alle müssten jedoch zum „Reifeprozess“ beitragen. Gewählt wird jedoch Peter Boehringer.

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